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Mittelpunkt ist die moderne Großstadt Ankara, die Hauptstadt der Türkei. Sie wurde in den Zwanziger- und Dreißigerjahren in dem nur dünn besiedelten Gebiet unter der Aufsicht von Kemal Atatürk gebaut, um die alte Hauptstadt Istanbul zu ersetzen.

Ant Kabirr, Atatürks Mausoleum, ist das Wahrzeichen der Stadt und nur eines der zahlreichen Denkmäler des Nationalhelden. Ein kleines Museum mit persönlichen Erinnerungsstücken Atatürks befindet sich inmitten der riesigen Anlage. Anadolu Medeniyetleri Müzesi, das Museum der Anatolischen Zivilisationen, auch Hethiter-Museum, südlich der Zitadelle im restaurierten ehemaligen überdachten Basar untergebracht, beherbergt eine einmalige und prächtige Sammlung von Kunst- und Gebrauchsgegenständen der Hethiter, Römer, Seldschuken und aus der neolithischen Zeit.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die Arslanhane Camii, eine Moschee aus dem 13. Jh. mit einer von 24 Holzpfeilern getragenen Holzdecke befindet sich im Basarviertel.

200 km östlich von Ankara liegt das kleine Dorf Bogazkale. In der Umgebung von Bogazkale wurden 1906 die Staatsarchive der Hethiter gefunden, und die Überreste der ehemaligen Hauptstadt des Hethiterreiches Hattusa (ca.1650-1200 v. Chr.) befinden sich hier. Im Dreieck Bogazkale - Alaca Hüyük - Yazilikaya kann man die bedeutende Stätte besichtigen.

Eine der bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten Anatoliens ist das Felsheiligtum Yazilikaya aus dem 13 Jh. v. Chr. Sungurlu ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in diese faszinierende Region.

Amasya, eine der reizvollsten Städte Anatoliens, war die Hauptstadt des einstigen Königreiches Pontus. Die Felsengräber der Könige von Pontus und die auf einem hohen Berg gelegenen Ruinen einer Zitadelle mit den Überresten eines ottomanischen Palastes sind einen Besuch wert.

Ganz in der Nähe liegen die Städte Tokat und Sivas mit Beispielen seldschukischer Architektur. Die surrealistisch anmutende Erosionslandschaft von Kappadokien besteht aus bizarren Felsformationen, Tuffsteinkegeln und Schluchten. Die Bewohner dieses Gebietes haben seit 400 v. Chr. ganze Siedlungen in die weichen Felswände aus vulkanischem Gestein geschlagen. Einige der Dörfer, z. B. Soganli, sind noch immer bewohnt. In Göreme kann man Felskirchen mit byzantinischen Fresken besichtigen. In Zelve steht ein etwas unheimlich wirkendes Kloster. Die von bizarr geformten Felsen umgebenen Dörfer Ortahisar und Uchisar mit ihren Festungen bieten einen ausgezeichneten Rundblick.

Das enge Tal von Ihlara und die unterirdischen Städte Kaymakli und Derinkuyu sind faszinierend. Überall in Kappadokien findet man kleine Hotels und Campingplätze; die besten Hotels gibt es in den Städten Nevsehir und Ürgüp. Die historischen Siedlungen Kanes, Karum und Fraktin (heute ein Wintersportort) in der Nähe der Stadt Kayseri sind ebenfalls einen Besuch wert.

Konya, eine grüne Oase inmitten der kargen, südwestanatolischen Steppenlandschaft, ist trotz moderner Einflüsse eine stark vom Islam geprägte, traditionelle anatolische Stadt geblieben. Die letzte Hauptstadt des Seldschukenreiches und viertgrößte Stadt der Türkei ist eine der ältesten Siedlungen der Welt - sie geht auf das 7. Jahrtausend v. Chr. zurück.

Hier lebte der Mystiker Mevlana, der den Orden der Tanzenden Derwische gründete. Mevlanas Mausoleum wurde 1927 zum Museum erklärt, nachdem Kemal Atatürk eine weltlich orientierte Politik einführte. Für viele Gläubige ist es aber immer noch ein Heiligtum.

Aus dieser vergangenen Epoche sind beeindruckende restaurierte Bauten zu besichtigen. Besonders sehenswert sind die Alaeddins Moschee (13. Jh.), das Portal der Ince Minare Medresse, das Fayencen-Museum der Karatay Medresse und die Iplikci-Moschee, Konyas ältestes Gebäude. Die antiken Stätten Beysehir und Binbirkilise liegen in der Nähe von Konya.

 
 
 
 
 
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